Martin Liechti

Schriftsteller und Aphoristiker

Biographisches

 

Geboren (1937) und aufgewachsen in Jegenstorf (Schweiz); Besuch des Progymnasiums und Gymnasiums in Bern. Arbeit in verschiedenen Berufen, u. a. als Korrespondent, Vertreter und Organisationsassistent. Nach längeren Aufenthalten in Berlin, wo er einen Roman beginnt, und in Hagen (Westfalen) lässt er sich in Zürich nieder. Dort arbeitet er als freier Texter und etabliert sich als Schriftsteller. Er erhält verschiedene literarische Preise, so vom Kanton Bern, von der Stadt und vom Kanton Zürich.

Schreiben ist für Liechti vor allem Abstraktion, ein Spiel mit Fantasie. Er sieht sich in kleiner schweizerischen Tradition. Lange schwebte ihm eine Art experimentelle Literatur vor, die das Widersprüchliche und Künstliche des Menschseins reflektiert.

Martin Liechti veröffentlichte fünf Romane und andere Belletristik. Erst spät wandte er sich dem Aphoristischen zu, das er als zusätzliches Feld, wenn nicht als seine eigentliche Domäne entdeckt.

Liechti versteht Literatur nicht als Abbildung, sondern als Ausweg. Was die Resonanz betrifft, so fühlt er sich ganz wohl in der Deckung als Geheimtipp.

Aktuell

Aphorismen + Notate

Martin Liechti

 

Eintauchen in die Kurzform und Denkräume öffnen

»Unser Wissen ist Stückwerk, also ist der Aphorismus die der Erkenntnis des Menschen allein angemessene Form der Aussage«, so formulierte der zu Unrecht vergessene, bedeutende Schweizer Aphoristiker H. A. Moser. Und fügte hinzu: »Alle Gedanken­gebäude sind künstlich und vergänglich; die Natur unseres Geistes bringt nur Gedankensplitter hervor. Nur sie bleiben, nur ihnen vertraue.«

Aphorismen öffnen rasch verschiedene Denkräume, man kann kurz verweilen oder eine andere Tür aufmachen.

Man verliert nicht den Zusammenhang und wird überrascht von plötzlich aufblitzenden Denkansätzen oder Formulierungen

.1. Auflage

Hardcover mit Schutzumschlag

160 Seiten, Bucher Verlag

ISBN 978-3-99018-482-0

EUR 19,80 CHF 23,80

Der Aphorismus lebt: Liechti zeigt das mit neuen Ansätzen in überraschender Vielfalt. Prägnant, ausufernd oft, bieten sie Stoff zum Weiterdenken. Aphorismen lesen heisst, Gedanken gastfreundlich aufnehmen und sich selber solche machen.

Die Grenzen zum Lyrischen und Philosophischen sind fliessend, viele Einfälle bewegen sich am Rande des Sagbaren. Doch, freundlich in der Kürze, sind die kleinen Konzentrate reich an Anregungen für Entdeckungsfreudige.

Brockmeyer, 2016